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Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist ein Markt.
Auf diesem Markt gibt es Angebot und Nachfrage:
Arbeitskräfte suchen auf diesem Markt offene Stellen.
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber suchen geeignete Arbeitskräfte.

Arbeitskräfte erhalten als Bezahlung für ihre Arbeit Löhne und Gehälter.
Diese Löhne und Gehälter sind in Kollektiv-Verträgen geregelt.
Kollektiv bedeutet: gemeinschaftlich.
Kollektiv-Verträge gelten für eine Gruppe
von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Zum Beispiel gibt es einen Handels-Kollektiv-Vertrag.
Er gilt für alle Menschen, die im Handel arbeiten.

Die Kollektiv-Verträge machen die Gewerkschaften und die Arbeitgeber.
Die Gewerkschaften vertreten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Die Inhalte der Kollektiv-Verträge werden jedes Jahr neu verhandelt.
Das betrifft vor allem die Höhe der Löhne und Gehälter.
In den Kollektiv-Verträgen gibt es auch Lohn-Untergrenzen.
Das bedeutet: Niemand darf weniger verdienen als diesen Mindestlohn,
der im Kollektiv-Vertrag steht.

Wenn man auf einem Markt einkauft,
sieht man die Produkte und kann sie beurteilen.
Dann kann man entscheiden, was man kauft.

Auf dem Arbeitsmarkt ist das anders.
Da gibt es auch Dinge, die man nicht sieht.
Sie sind trotzdem wichtig für die Arbeitskräfte und für die Arbeitgeber.

Zum Beispiel:

  • Die Arbeitsbedingungen in einer Firma
  • Fähigkeiten der Arbeitskräfte
  • Die allgemeine Lage auf dem Arbeitsmarkt

Sozialpartnerschaft

Der Arbeitsmarkt ist kein Markt wie jeder andere.
Damit der Arbeitsmarkt gut funktioniert,
muss die Politik eingreifen.

In Österreich gibt es ein besonderes System,
in dem das Miteinander eine große Rolle spielt: die Sozialpartnerschaft.
In der Sozialpartnerschaft arbeiten Politik und Sozialpartner zusammen.

Die Sozialpartner sind die Interessens-Vertretungen

  • der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
    Zum Beispiel die Wirtschaftskammer.
  • der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
    Zum Beispiel die Arbeiterkammer.

Die Sozialpartner diskutieren und finden gemeinsame Lösungen.
Das führt zu sinnvollen und wirksamen Arbeitsmarkt-Gesetzen und Sozialgesetzen.
Und es stellt sicher, dass die Zusammenarbeit und
das Zusammenleben für alle Beteiligten gut funktioniert.
Österreich ist damit ein Vorbild für ganz Europa.

Wer ist zuständig für die Arbeitsmarkt-Politik?

Für die Arbeitsmarkt-Politik sind verschiedene Stellen zuständig:

  • Das Arbeitsmarkt-Service, kurz: AMS
    Das AMS ist für die Durchführung der Arbeitsmarkt-Politik zuständig.
    Zum Beispiel vermittelt das Arbeitsmarkt-Service Arbeitskräfte
    an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
  • Die Internationale Arbeitsorganisation, kurz: ILO
    Die ILO gehört zur UNO: Die UNO ist ein Zusammenschluss
    von fast allen Ländern auf der ganzen Welt.
    Die ILO legt Arbeits-Regeln und Sozial-Regeln fest,
    die auf der ganzen Welt gelten.
    Und sie sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden.
  • Die Europäische Union, kurz: EU
    Sie macht Pläne und gibt Anweisungen,
    die auch für die österreichische Arbeitsmarkt-Politik gelten.

Welche Gesetze regeln den Arbeitsmarkt?

In Österreich gibt es viele Gesetze und Regelungen für diesen Bereich.

Wichtig sind vor allem:

  • das Angestelltengesetz.
  • das Urlaubsgesetz.
  • die Arbeitsstätten-Verordnung.
    Diese regelt zum Beispiel die Gestaltung von Arbeitsplätze.
  • die Kollektiv-Verträge.

Was sind die wichtigsten Ziele für den Arbeitsmarkt?

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz gibt dem Arbeitsmarkt-Service die Ziele vor.
Das steht im Arbeitsmarkt-Service-Gesetz.

Jetzt sind die Ziele vom Jahr 2019 gültig:
Alle Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. 

Das Arbeitsmarkt-Service soll an Verbesserungen arbeiten.
Vor allem für diese Gruppen:

  • Frauen
  • Jugendliche
  • Ältere Menschen
  • Migrantinnen und Migranten
    Das sind Menschen,
  • die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind.
  • Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
Inhaltlicher Stand: 19. Dezember 2019