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Familienministerin Aschbacher: Österreich ist ein Familienland, 15. Mai 2020

Internationaler Tag der Familie: Ein großes Dankschön an alle Familien in Österreich

„Die Corona-Krise hat auch massive Auswirkungen auf das Familienleben. Familien haben in den vergangenen Wochen Großartiges vollbracht. Ich möchte daher den heutigen internationalen Tag der Familie nützen, um ein herzliches Dankeschön zu sagen“, so Familienministerin Christine Aschbacher.

Die Ministerin hat gestern eine Familienberatungsstelle besucht und Familien in unterschiedlichen Konstellationen zum Austausch eingeladen. „Viele Eltern arbeiten zu Hause und betreuen gleichzeitig ihre Kinder. So schön es ist, wenn die Familie mehr Zeit miteinander verbringt: Diese Herausforderungen bergen auch Konfliktpotenzial. Hier unterstützen die Familienberatungsstellen in ganz Österreich und leisten damit einen wertvollen Beitrag“, so Aschbacher. Die vom Bund geförderten Familienberatungsstellen standen während der letzten Wochen für telefonische Beratungen oder Beratung übers Internet zur Verfügung. Nun gibt es auch wieder vermehrt persönlich Termine – selbstverständlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf das Familienleben. Daher wurden und werden Familien in der Krise mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • Familienhärtefonds - 30 Millionen Euro für Familien mit Kindern, die durch die Krise Einkommensverluste haben
  • Familienkrisenfonds - weitere 30 Millionen Euro für Familien, die schon vor der Krise von Arbeitslosigkeit betroffen waren
  • Unterstützung für berufstätige Eltern und Angehörige mit Betreuungspflichten mit der Sonderbetreuungszeit
  • Einführung eines Toleranzsemesters für Studierende: Im Zusammenhang mit der Covid-Krise verlängert sich die Anspruchsdauer für die Familienbeihilfe um ein Semester oder Ausbildungsjahr.
  • Wer sich zu einem freiwilligen Zivildienst meldet oder als Milizsoldat einberufen wird, bekommt weiterhin die Familienbeihilfe. Wenn der Grundwehrdienst oder der Zivildienst verlängert werden, wird ebenfalls die Familienbeihilfe gewährt.
  • Das Kinderbetreuungsgeld wird auch dann weiter ausbezahlt, wenn die Durchführung einer im Mutter-Kind-Pass vorgesehenen Untersuchung nicht möglich oder zumutbar ist.
  • Der Unterhalt für Kinder wird rasch und unbürokratisch gesichert: Bis zum 30. Juni gibt es auch dann einen Unterhaltsvorschuss, wenn kein Exekutionsantrag bei Gericht eingebracht wurde.

Österreich ist ein Familienland. Auch weiterhin kommen rund zehn Prozent des Bundesbudgets Familien zugute. Allein im Jahr 2019 wurden mehr als 7 Milliarden Euro an Familienleistungen (aus dem FLAF) ausbezahlt. Davon rund 3,5 Milliarden Euro für Familienbeihilfe und rund 1,2 Milliarden Euro für Kinderbetreuungsgeld. Rund 1,1 Millionen Anspruchsberechtigte beziehen für rund 1,8 Millionen Kinder die Familienbeihilfe. Eine große Entlastung für Familien ist der Familienbonus Plus: Damit sinkt die Steuerlast pro Kind um bis zu 1.500 Euro im Jahr.

„Ich bitte alle Familien, die notwendigen Maßnahmen auch weiterhin so großartig mitzutragen. Halten wir gemeinsam durch, um Schritt für Schritt in eine neue Normalität zu kommen“, so Aschbacher. „Unser Familienleben ist durch die Krise anders, seien wir uns trotzdem immer bewusst, wie wunderbar Familie ist. Der dänische Familienexperte Jesper Juul sagt dazu: Es ist sehr wichtig, innerhalb der Familie ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass alles von der Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen abhängt.“

Bilder von den beiden Terminen sind kostenfrei in der Fotogalerie des Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend abrufbar:

https://www.bmafj.gv.at/Services/Fotos.html