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Aschbacher: Start der Abrechnung für Corona-Kurzarbeit, 20. April 2020

Durch die Corona-Kurzarbeit werden knapp 900.000 Arbeitsplätze gesichert/Steigerung der Anträge um fast 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche

„Der Andrang zur Corona-Kurzarbeit ist ungebrochen. Ab sofort sind auch die Unterlagen für die Abrechnung online“, sagt Arbeitsministerin Christine Aschbacher. Abgerechnet werden können Projekte, die bereits genehmigt sind. Dafür gibt es nun zwei Möglichkeiten. Kleineren Betrieben steht ein eigens programmiertes Webtool zur Verfügung, für größere Unternehmen gibt es eine spezielle Excel-Projektdatei. Die damit erstellten Unterlagen können anschließend via eAMS-Konto eingereicht werden.

Zur Erklärung der einzelnen Schritte stehen unter www.ams.at/kurzarbeit mehrere Videos zur Verfügung. Damit soll eine korrekte Abrechnung erleichtert und so der Prozess für alle Beteiligten beschleunigt werden. Die Buchhaltungsagentur des Bundes unterstützt das AMS bei der Abrechnung und sorgt für eine schnellstmögliche Prüfung und Auszahlung.

„Die ersten Gelder werden bereits diese Woche fließen“, so Aschbacher. „Dennoch bitten wir weiterhin um Geduld. Zu Spitzenzeiten mit tausenden eingereichten Abrechnungen pro Tag kann es zu Verzögerungen kommen. Greifen Sie daher bitte weiterhin auf die Liquiditätshilfen des Finanzministeriums und der Hausbank zurück.“ Für Fragen zur Abrechnung steht auch die neue Hotline des Finanzministeriums unter der Telefonnummer 050233770 zur Verfügung.

Zur Erleichterung der endgültigen Lohnabrechnung im Betrieb wird das Arbeitsministerium in den kommenden Tagen Auslegungshilfen auf der Homepage zur Verfügung stellen. Für die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe ist keine vollständige und endgültige Lohnabrechnung notwendig.

Aktuell sind beim AMS bereits 78.852 Anträge auf Corona-Kurzarbeit in Bearbeitung (Stand Freitag, 17.4.) Davon sind bei 63.189 Anträgen ausreichend Informationen vorhanden, bei 15.663 Anträgen muss das AMS nacharbeiten. Spitzenreiter ist Wien mit 19.139 Anträgen, gefolgt von Niederösterreich mit 13.691 Anträgen und Oberösterreich mit 12.877 Anträgen. Die weitere Verteilung nach Bundesländern: Steiermark 9.700 Anträge, Tirol 7.253 Anträge, Salzburg 5.989 Anträge, Vorarlberg 4.497 Anträge, Kärnten 3.976 Anträge, Burgenland 1.730 Anträge.

Die 63.189 Corona-Kurzarbeitsanträge sichern 871.039 Arbeitsplätze. Das ist eine Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zu Vorwoche. Mit Stand 10. April waren 40.704 vollständige Anträge in Bearbeitung, 608.607 Arbeitsplätze konnten damit gesichert werden. 39.298 Anträge mit einer Bewilligungssumme von rund 4,3 Milliarden Euro wurden bereits genehmigt.