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Kinderbetreuung: EU Barcelona-Ziel bei den 3-6-Jährigen in allen Bundesländern übertroffen

Familienministerin sieht positive Entwicklung; Handlungsbedarf bei Flexibilität der Öffnungszeiten

Heute wurde die Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria für das abgelaufene Kindergartenjahr 2019/20 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, dass alle Bundesländer das Barcelona-Ziel der EU mit einer Betreuungsquote von 90 Prozent bei den 3-6-Jährigen übertreffen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis, das zeigt, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, die eine zentrale Säule in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist, in allen Bundesländern sehr ernst genommen wird. Wichtig ist, dass wir Familien österreichweit die Möglichkeit bieten, das für sie passende Betreuungsmodell zu wählen“, betont Familienministerin Christine Aschbacher.

„Besonders in der Betreuung von 5-Jährigen sind wir seit der Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahrs österreichweit stark vertreten. Hier weisen wir eine Betreuungsquote von 98,5 Prozent auf und verzeichnen damit eine leichte Steigerung zum Vorjahr“, so Aschbacher.

Ergänzende Daten zur aktuellen Kindertagesheimstatistik zeigen zudem, dass die Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen einschließlich der Betreuung durch Tageseltern bei 30,1 Prozent liegt. Im Kindergartenjahr 2018/19 lag die Betreuungsquote in dieser Altersgruppe noch bei 29 Prozent. „Damit liegen wir zwar leicht unter dem Barcelona-Ziel der EU, das eine Betreuungsquote von 33 Prozent vorsieht, wir bewegen uns aber Schritt für Schritt auf diesen Zielwert zu“, meint die Familienministerin.

Handlungsbedarf sieht Aschbacher im Ausbau von VIF-konformen Kinderbetreuungseinrichtungen, die eine Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile ermöglichen. Laut Statistik Austria ist hier die Anzahl der betreuten Kinder in allen Altersgruppen zurückgegangen. „Als Familien- und Arbeitsministerin ist mir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein besonderes Herzensanliegen. Familien mussten während der letzten Monate sehr viel leisten und waren häufig vor die Herausforderung gestellt, Kinderbetreuung, Job, Homeoffice und Homeschooling zu vereinbaren. Daher ist es jetzt wichtiger denn je, unser im Regierungsprogramm verankertes Ziel, den VIF-Prozentsatz zu erhöhen, in Umsetzung zu bringen“, betont Aschbacher.

Priorität der Regierung ist der Ausbau von Nachmittagsbetreuung und flexiblen Öffnungszeiten sowie die Stärkung alternativer Betreuungsformen. Im Rahmen der 15a Vereinbarung unterstützt der Bund die Bundesländer seit 2008 unter anderem beim Ausbau von elementaren Kinderbildungs- und betreuungsangeboten. Die Ministerin begrüßt, dass die Betreuung von 6- bis 10-Jährigen in Horten und altersgemischten Einrichtungen im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen (+2,4%-Punkte) ist. „Dadurch konnten 8.501 mehr Kinder erreicht werden und ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Planbarkeit und Flexibilität für betreuungspflichtige Familien getan werden. Gemeinsam arbeiten wir daran, dieses Angebot auch in den jüngeren Altersgruppen auszubauen“, schließt Aschbacher.