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Aschbacher: Wir unterstützen Eltern bei der Suche nach Ferienbetreuung, 7. Juni 2020

Plattform für Ferienbetreuung bündelt Angebote aus ganz Österreich

„Wir haben klargestellt, dass Sommercamps und andere Ferienbetreuungsangebote stattfinden können. Doch Eltern stehen nun vor der Herausforderung, rasch eine geeignete Ferienbetreuung für ihre Kinder zu finden. Auch dabei wollen wir unterstützen. Wir bringen Eltern und Anbieter zusammen und bieten eine Plattform für Angebote in ganz Österreich“, sagt Familien- und Jugendministerin Christine Aschbacher.

Ab Montag können Eltern unter www.bmafj.gv.at/ferienbetreuung nach unterschiedlichen Kriterien wie Bundesland, Budget und Betreuungszeit (ganztags, vormittags, nachmittags, mit Übernachtung) suchen und so rasch das passende Angebot finden. Anbieter von Ferienbetreuung können sich auf der Plattform registrieren und ihre Angebote eintragen. Nach der Freischaltung werden die Projekte in der Liste der Ferienbetreuungsangebote angezeigt. Die Eintragung ist kostenlos.

Umfangreiches Angebot in den Bundesländern und Gemeinden
In den Bundesländern gibt es ein breites Betreuungsangebot. „Gerade nach dieser für viele Familien sehr herausfordernden Zeit, ist es uns ein großes Anliegen, auch in den Sommermonaten Kinderbetreuung zu ermöglichen. Und gerade auch deshalb, weil wir in diesem Sommer mit einem verstärkten Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten rechnen. Diese Plattform ist eine umfangreiche Ergänzung zum klassischen Kinderbetreuungsangebot“, so der Oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Ferienbetreuung für Kinder aller Altersstufen ist auch den Gemeinden ein wichtiges Anliegen. Gerade mit Blick auf die letzten Monate, in denen zahlreiche Eltern bemüht waren, ihre Kinder zuhause zu betreuen, wird der Bedarf nach Betreuung in diesem Sommer weiter steigen. „Als Bürgermeister sind wir ganz nah an den Lebenswelten unserer Landsleute und wissen, dass Familien heuer dringend entsprechende Betreuungsangebote brauchen“, betont Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. Um diesen Bedarf zu erheben und auch die Ferienzeit gemeinsam mit den lokalen Vereinen zu planen, laufen derzeit allerorts Bedarfserhebungen für die Betreuung im Sommer für Kinder aller Altersgruppen. Gemeinden können dazu auch unterschiedliche Förderangebote des Bundes und der Länder in Anspruch nehmen. „Unser Ziel ist es, die Schließzeiten der Kindergärten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und auch in den Schulen Betreuungsangebote mit den verschiedensten Aktivitäten anzubieten. Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit ist hier genauso gefragt, wie die Abstimmung mit Vereinen und Eltern im Ort“, so Riedl. Die Plattform des Familienministeriums ist für Familien und Gemeinden eine wichtige Drehscheibe, wo die zahlreichen Ferienspiele und Sommeraktivitäten in ganz Österreich zu finden sind.

Leitfaden für Feriencamps
Um sowohl die Anbieter von Ferienbetreuung als auch Eltern, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu informieren, stehen ab Montag auf der Webseite des Familienministeriums ein Leitfaden für Feriencamps sowie FAQs für Jugendliche und Jugendarbeit zur Verfügung.

Die Möglichkeit der Ferienbetreuung im Sommer wurde mit der 2. COVID-19-Lockerungsverordnung sichergestellt. Folgende Regeln müssen dabei eingehalten werden:

  • Der 1-Meter-Abstand ist weiterhin einzuhalten.
  • Bei Übernachtungen in Gemeinschaftsschlafräumen muss ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden. Oder es sind Maßnahmen zur räumlichen Trennung zu setzen - zum Beispiel durch Trennwände.
  • Es gelten Obergrenzen für die Teilnehmerzahl:
  • Grundsätzlich sind 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlaubt.
  • Wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt, sind ab Juli in geschlossenen Räumen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen zulässig, im Freiluftbereich bis zu 500 Personen.
  • Ab August sind bis zu 500 Personen in geschlossenen Räumen zulässig, im Freien bis zu 750 Personen.
  • Betreuerinnen und Betreuer müssen nicht in diese Höchstzahl eingerechnet werden.

„Gibt es auf einem Sommercamp zwei getrennte Gruppen mit je 70 Kindern, können tagsüber verschiedene Aktivitäten wie Abenteuerspiele im Freien angeboten werden. Dabei kann auch der 1-Meter-Abstand leicht eingehalten werden. Am Abend könnten sich die beiden Gruppen zum Showabend oder zum Kino unter Sternen treffen. Wenn es hier zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt, dürfen auch mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sein“, gibt die Ministerin ein Beispiel.

Schülerfreifahrt während der Summer-School
Eine große Unterstützung für Familien sind die Sommerschulen, die in diesem Jahr gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden organisiert werden. „Wir stellen sicher, dass für den Schulweg keine Kosten anfallen: Für die Summer-School wird es eine Schülerfreifahrt geben“, betont Aschbacher. Die öffentlichen Verkehrsmittel stehen allen Schülerinnen und Schülern zum Erreichen ihrer Schule kostenlos zur Verfügung. „Einen großen Dank an die Verkehrsverbünde, die diese einfache und unbürokratische Lösung ermöglicht haben“, so Aschbacher. Für jene Schülerinnen und Schüler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht in die Schule kommen, wird ein Gelegenheitsverkehr gemäß den allgemeinen Richtlinien für Schülerbeförderung im Gelegenheitsverkehr eingerichtet.