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FAQ: Auswirkungen auf Familien & Corona-Familienhärteausgleich

Die derzeitige Coronavirus-Situation hat auch weitreichende Auswirkungen auf Familien. Hierzu hat das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend Antworten auf häufig gestellte Fragen ausgearbeitet. Ebenfalls informieren wir hier über den Corona-Familienhärteausgleich.

Informationen zum Corona-Familienhärteausgleich

Es ist uns ein Anliegen Familien, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind, bestmöglich zu unterstützen. Daher stellt das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend 30 Millionen Euro aus dem Familienlastenausgleichsfonds für den Corona-Familienhärteausgleich zur Verfügung.

Zur Zielgruppe gehören Familien, wenn:

  • zumindest ein Elternteil aufgrund der Corona-Krise den Arbeitsplatz verloren hat,
  • zumindest ein Elternteil in Corona-Kurzarbeit ist, oder
  • ein Elternteil selbstständig erwerbstätig ist und ein Anspruch aus dem Härtefallfonds besteht.

Anspruchsberechtigt sind Familien mit Kindern, für die Familienbeihilfe bezogen wird. Voraussetzung ist außerdem, dass der betroffene Elternteil bis zum 28. Februar 2020 eine Beschäftigung hatte und das verfügbare Einkommen der Familie unter einer bestimmten Grenze (gestaffelt nach Haushaltsgröße) liegt.

Ab 15. April 2020 finden Sie HIER weitere Details und ein entsprechendes Antragsformular.

Die Krankenkassen wurden angewiesen, keine Kürzungen beim Kinderbetreuungsgeld vorzunehmen, wenn die Durchführung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen für die Eltern aufgrund der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus nicht möglich bzw. zumutbar ist. Dies stellt einen nicht von den Eltern zu vertretenden Grund dar, weshalb der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld in voller Höhe besteht.

Es ist eine besondere Situation, deshalb gilt es abzuwägen, ob die Untersuchung notwendig ist, oder ob es nicht besser ist, zuhause zu bleiben. Wir empfehlen den werdenden Eltern mit ihrem Arzt telefonisch Kontakt aufzunehmen und ihre individuelle Situation zu besprechen. Trotz Corona kann die Mutter-Kind-Pass Untersuchung für das Kind bzw. die schwangere Frau sehr wichtig sein.

Sofern die Frist für die Durchführung der jeweiligen Untersuchung nach Wegfall der aktuell bedingten besonderen Umstände noch offen ist, ist die Untersuchung umgehend nach Wegfall der besonderen Umstände durchzuführen. Eine Verlängerung der Durchführungszeiträume der Untersuchungen nach der Mutter-Kind-Pass-Verordnung ist nicht vorgesehen.

Nein. Hat die Untersuchung angesichts der aktuell bedingten Umstände dennoch stattgefunden oder wurde diese bereits vor der Corona-Krise durchgeführt, sind die Nachweise der jeweiligen Gesundheitskasse fristgerecht vorzulegen. Die Nachweise können z.B. auch per Post oder als Foto per E-Mail rechtzeitig erbracht werden, eine persönliche Abgabe der Nachweise ist nicht erforderlich. Verspätete Vorlagen der Nachweise der Untersuchungen sind nicht zulässig und führen zur Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes.

Ja, vorübergehend können Anträge im Bereich Kinderbetreuungsgeldgesetz und Familienzeitbonusgesetz auch per E-Mail gestellt werden. Dabei sind möglichst alle notwendigen Unterlagen als Foto bzw. als Scan zu übermitteln. Der originale Antrag sowie die Unterlagen sind ehestmöglich nachzureichen.

Achtung: Eine nachträgliche inhaltliche Änderung durch späteres Einbringen eines abweichenden Original-Antrages ist nicht zulässig.

Ein Anspruch auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld kann grundsätzlich auch mittels Kurzarbeit (kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit mit Entgeltfortzahlung) erworben werden. Hinsichtlich der Berechnung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes ergeben sich aus der Kurzarbeit keine Änderungen, es wird vom gebührenden Wochengeld berechnet, wobei das Wochengeld selbst aus den Einkünften vor der Kurzarbeit berechnet wird.

Ja, die erhöhte Familienbeihilfe wird weiter gewährt. Das Sozialministeriumservice wird sich wegen eines neuen Untersuchungstermins melden.

Die Anspruchsüberprüfung, wenn eine Familienbeihilfe befristet ist, wird bis September 2020 ausgesetzt. Das heißt, die Familienbeihilfe wird für diese Gruppe bis September 2020 unverändert ausbezahlt. Die Familienbeihilfenbezieher/innen erhalten darüber ein entsprechendes Informationsschreiben der Finanzämter. Wenn der Anspruch auf Familienbeihilfe nicht mehr besteht, etwa weil nach der Schule mit 18 Jahren keine weiterführende Berufsausbildung erfolgt, ist dies der Finanzverwaltung mitzuteilen.

Ja, die Familienbeihilfe wird weiter gewährt, ausgehend davon, dass nach Ende der Krisensituation die Berufsausbildung fortgesetzt wird.

Wenn der Grundwehrdienst verlängert wird, wird während der Verlängerung Familienbeihilfe gewährt. Voraussetzung ist, dass danach zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Studium/eine Berufsausbildung begonnen oder fortgesetzt wird.

Ja, wenn in der Folge zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Studium/eine Berufsausbildung begonnen wird. Der Anspruch auf die Familienbeihilfe besteht in diesem Fall vom Ende des ordentlichen Zivildienstes bis zum frühestmöglichen Beginn des Studiums/der Berufsausbildung.

Ja, die Familienbeihilfe wird weiter gewährt, wenn das Studium laufend weiter betrieben wird.

Die Familienbeihilfe wird auch weiter gewährt, wenn das Studium durch den außerordentlichen Zivildienst unterbrochen wird (da es sich um keinen ordentlichen Zivildienst handelt), ausgehend davon, dass nach Ende der Krisensituation das Studium fortgesetzt wird.

Ja, die Familienbeihilfe wird weiter gewährt, wenn das Studium laufend weiter betrieben wird.

Die Familienbeihilfe wird auch weiter gewährt, wenn das Studium durch den Milizdienst unterbrochen wird, ausgehend davon, dass nach Ende der Krisensituation das Studium fortgesetzt wird.

Ja, die Familienbeihilfe wird weiter gewährt, da der Einsatz formal nicht unterbrochen wird. Die Einsatzstellen/Träger werden diesbezügliche Bestätigungen ausstellen.

Durch die schrittweise Schließung der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen entsteht für Eltern mit Kinderbetreuungspflichten eine neue Situation.

Für Kinder, deren Eltern einen dringenden Bedarf an Kinderbetreuung haben, soll das auch weiterhin in der Schule und in Betreuungseinrichtungen sichergestellt sein. Das sind jene Eltern, die in versorgungskritischen Bereichen, wie z.B. Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, Medizinische Produkte und Heilbehelfe, Notfall- Dienstleistungen, öffentliche Sicherheit, Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Öffentlicher Verkehr, Agrarhandel, Tankstellen, Sicherheits- und Notfallprodukte & Wartung, Banken, Post und Telekommunikation, Lieferdienste, Reinigung und Hygiene, Trafiken und Zeitungskioske, Wartung kritischer Infrastruktur etc. arbeiten.

Alle anderen Kinder sollen am besten innerhalb der Familie betreut werden, aber nicht durch Seniorinnen und Senioren.

Ja, die vor Gericht vereinbarten Kontaktrechte bleiben weiter aufrecht. Grundsätzlich sind alle sozialen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, das gilt auch für Patchwork-Familien, weswegen von gemeinsamen Ausflügen und dergleichen derzeit abzuraten ist. Besuche der Kinder bei den getrennt lebenden Elternteilen sowie das Abholen und Hinbringen zum anderen Elternteil sind jedoch zulässig. Solche Besuche fallen unter die Ausnahmebestimmung für die Betreuung und Hilfestellung von unterstützungsbedürftigen Personen.

Der persönliche Besuch von Elternbildungsveranstaltungen ist nicht möglich, zumal einerseits die Einrichtungen geschlossen und die Veranstaltungen abgesagt sind und andererseits es nach der Verordnung des Gesundheitsministeriums untersagt ist, sich zum Zweck des Besuches von Veranstaltungen im öffentlichen Raum aufzuhalten.

Alternativ bieten aber die Elternbildungswebsite des BMAFJ unter www.eltern-bildung.at (auch Newsmeldungen) sowie die FamilienApp umfangreiche Informationen zu Erziehungsfragen, auch im Kontext mit der aktuellen Situation.

Im Falle einer unmittelbaren Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit ist die Polizei unter dem Notruf 133 zu verständigen, welche die gefährdende Person im Ernstfall wegweisen kann. In allen anderen Fällen soll telefonisch oder online Kontakt mit Kinderschutz- oder Opferschutzeinrichtungen sowie Männerberatungsstellen aufgenommen werden.

Kontaktdaten sind für alle Bundesländer unter www.gewaltinfo.at veröffentlicht. Der persönliche Besuch der Einrichtungen ist nicht möglich.

Ja, und beide Verfahren werden derzeit auch durchgeführt. Unterhaltsvorschüsse können bei Vorliegen eines Unterhaltstitels (insb. Gerichtbeschluss, Vereinbarung vor dem Kinder- und Jugendhilfeträger) bis 30. April 2020 auch dann gewährt werden, wenn das Kind keinen entsprechenden Exekutionsantrag bei Gericht einbringt.

Nein, da das Kind aufgrund der Verordnung des Gesundheitsministeriums den Haushalt des Elternteils, der das Kind betreut, nicht verlassen darf. Gespräche können bis zum Außerkrafttreten der Verordnung allenfalls mittels Telefon oder ähnlicher technischer Hilfsmittel stattfinden.

Die vom Bund geförderten Familienberatungsstellen stehen weiterhin für telefonische Beratungen oder Beratung über Internet zur Verfügung. Die face-to-face-Beratung wurde als Maßnahme zur Eingrenzung der Ausbreitung von COVID-19 grundsätzlich eingestellt. In besonderen Fällen (z.B. Gewalt in der Familie, Schwangerschaftskonflikt) können aber weiterhin auch persönliche Beratungstermine gegen Voranmeldung vereinbart und unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneschutzempfehlungen in Anspruch genommen werden.

Nähere Informationen zur Erreichbarkeit der einzelnen Familienberatungsstellen erhalten Sie unter www.familienberatung.gv.at

Grundsätzlich sind die Sozialämter in den Magistraten und Bezirkshauptmannschaften für finanzielle Unterstützungen (Mindestsicherung/Sozialhilfe) zuständig.

Der Familienhärteausgleich im Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend kann unter bestimmten Voraussetzungen – Bezug von Familienbeihilfe oder Schwangerschaft sowie bestehende EU-Staatsbürgerschaft – Überbrückungshilfen geben.

Jugendzentren, Jugendinformationsstellen und Jugendorganisationen haben auf Home-Office und Online-Betreuung umgestellt und laden zum Beispiel zu gemeinsamen Videokonferenzen, Online-Spieleabenden (virtuelles Jugendzentrum) etc. ein. Ebenso stehen viele Jugendeinrichtungen über Chats und andere Online-Kanäle für Fragen und bei Problemen zur Verfügung.

Eine persönliche Beratung vor Ort ist derzeit nicht möglich. Allerdings findet die Beratungsarbeit mittels Helpline, Chat oder Mail statt. 

Beratungsstelle Hass im Netz: www.zara.or.at/de/beratung/beratung_rassismus_hassimnetz

Beratungsstelle Extremismus: www.beratungsstelleextremismus.at

Die Bundesstelle ist per Telefon zu den üblichen Öffnungszeiten (10:00 bis 17:00 Uhr) und per E-Mail wie gewohnt erreichbar, persönliche Termine werden bis auf Weiteres keine angeboten, sondern per Telefon durchgeführt.

Bundesstelle für Sektenfragen: www.bundesstelle-sektenfragen.at

Im Österreichischen Jugendportal, das vom BMAFJ finanziert wird, wurde zum Corona-Virus ein virtueller Info-Point speziell für Jugendliche eingerichtet. Youth Reporter berichten unter eigenem Corona-Schwerpunkt.

Österreichisches Jugendportal: www.jugendportal.at

Viele Schulbücher in der Sekundarstufe I und II sind als Kombiprodukt Print + Digital verfügbar. Insbesondere in den Lehrplangegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik gibt es ein großes Angebot.

Aufgrund der derzeitigen Situation werden ab sofort digitale Schulbücher auf der zentralen Plattform www.digi4school.at zur freien Verfügung bereitgestellt. Sie können mit unterschiedlichsten Endgeräten wie PCs, Notebooks oder Tablets genutzt werden.

Das persönliche digitale Bücherregal kann weiter durch Einlösen des Codes gestaltet werden. Der Zugangscode ist dem Schulbuch entweder beigelegt oder auf der Rückseite des Schulbuchs eingedruckt bzw. aufgeklebt und sieht wie im Beispiel angeführt aus.

Für jene Schülerinnen und Schüler, die während der Osterferien in den Schulen betreut werden, wird die Schülerfreifahrt im Linien- und Gelegenheitsverkehr bereitstehen. Nach den Osterferien  wird die Schülerfreifahrt bis zum 30. April bedarfsgerecht weitergeführt. Es stehen grundsätzlich nur Volksschulen, NMS, AHS-Unterstufen und Sonderschulen für jene Schülerinnen und Schüler offen, die zuhause nicht durch ihre Eltern betreut werden können.

Informationen zu den besonderen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie hilfreiche Links finden Sie auf www.familieundberuf.at

Die Inhalte werden laufend erweitert und auch um Ideen und Best Practice, welche Herausforderungen wie bewältigt werden bzw. wie die Zeit zuhause mit Kindern genutzt werden kann, ergänzt. Diese können gerne an die Adresse office@familieundberuf.at gesendet werden.

Donwloads

Die oben angeführten Fragen und Antworten sind auch als Download verfügbar:
FAQ: Auswirkungen auf Familien (PDF)

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Sonderbetreuungszeit finden Sie unter:
FAQ: Sonderbetreuungszeit (PDF)