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Arbeitsmarktförderungen

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet eine breite Palette an Unterstützungen und Förderungen an.

Arbeitsmarktpolitische Förderungen gehen nicht nur an Arbeitsuchende und Unternehmen, auch bestimmte Organisationen (z.B. Ausbildungseinrichtungen, gemeinnützige Vereine) können als Maßnahmenträger Förderungen beantragen.

Weitere Förderungen sind durch den Europäischen Sozialfonds vorgesehen. Ausgerichtet an der „Europa 2020“-Strategie zielen sie darauf ab die Erwerbsbeteiligung zu steigern, Schulabbrüche zu verringern und Armut zu bekämpfen.

Ziele der Arbeitsmarktförderung

Laut Arbeitsmarktservicegesetz (§ 29 und § 34) soll das AMS Leistungen an und für Personen erbringen, um sie in folgenden Punkten zu unterstützen:

  1. die Überwindung von kostenbedingten Hindernissen der Arbeitsaufnahme
  2. eine berufliche Aus- oder Weiterbildung oder die Vorbereitung auf eine Arbeitsaufnahme
  3. die (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt
  4. die Aufrechterhaltung einer Beschäftigung

Das AMS fördert damit neben arbeitslosen Personen auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Zielgruppen der Arbeitsmarktförderung

Arbeitsmarktförderungen haben die Aufgabe, Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt auszugleichen. Besonders zu fördernde Zielgruppen sind daher:

  • Menschen mit fehlender oder nicht (mehr) verwertbarer Berufsausbildung
  • Jugendliche mit Einstiegsproblemen
  • Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger nach Berufsunterbrechungen
  • längerfristig aus dem Erwerbsleben ausgegrenzte Personen
  • Personen mit arbeitsmarktrelevanten Behinderungen
  • ältere Personen
  • vom Strukturwandel betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Auf arbeitsmarktpolitische Förderungen gibt es keinen Rechtsanspruch. Arbeitsmarktförderungen sind im Arbeitsmarktförderungsgesetz geregelt.

Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung

Arbeitsmarktpolitisch geförderte Qualifizierungsangebote vermitteln sowohl fachliche Kenntnisse als auch sogenannte Schlüsselkompetenzen. Das Arbeitsmarktservice setzt auf einen weiteren Ausbau von arbeitsmarktnahen Qualifizierungsmaßnahmen. Bereits die "Ausbildungsgarantie bis 25" bündelt abschlussorientierte Angebote mit dem klaren Schwerpunkt auf Absolvierung einer Lehrabschlussprüfung für junge Erwachsene mit maximal Pflichtschulabschluss. Im Rahmen der Programme der "Arbeitsplatznahen Qualifizierung" und der Implacementstiftung werden arbeitslose Personen in Kooperation mit personalsuchenden Unternehmen auf einen konkreten Fachkräftebedarf hin qualifiziert.

Die Beschäftigungsförderung ermöglicht es Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, am Erwerbsleben (wieder) teilzuhaben bzw. sichert Beschäftigungsverhältnisse in Krisenzeiten (zum Beispiel über Kurzarbeit). Dabei ist zwischen den auf Einzelarbeitsplätze bezogenen Instrumenten der Eingliederungsbeihilfe und Kombilohnbeihilfe und den projektorientierten Beschäftigungsmaßnahmen in Sozialökonomischen Betrieben und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten zu unterscheiden.

Weitere Unterstützung bietet das Arbeitsmarktservice beispielsweise in Form des Unternehmensgründungsprogramms oder im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Diese dienen der Orientierung oder helfen persönliche Vorfeldprobleme zu lösen, bevor die Wiederaufnahme einer Beschäftigung erreichbar scheint. Weitere Informationen über Förderungen des AMS für Unternehmen bietet das AMS.

Arbeitsmarktförderung 2018

Im Jahr 2018 waren im Jahresdurchschnitt österreichweit insgesamt 312107 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet. Die nationale Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 1,37 Mrd. Euro investiert, um rund 413000 Personen (davon knapp zwei Drittel im Rahmen einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme) zu fördern. Fast jede oder jeder zweite Arbeitslose (45 Prozent) erhielt eine Arbeitsmarktförderung des AMS.

Als zentrales Instrument der Arbeitsmarktförderung bietet das AMS Qualifizierungsangebote für Arbeitslose und Beschäftigte. Mit rund 54 Prozent (741 Mio. Euro) des gesamten Förderbudgets stellen die Qualifizierungsangebote das wichtigste Förderinstrument dar. Für Beschäftigungsförderungen wurden 490 Mio. Euro und damit rund 36 Prozent des gesamten Förderbudgets aufgewendet.

Inhaltlicher Stand: 23. Oktober 2019