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Familienministerin Aschbacher: Ab heute können Familien Unterstützung beantragen, 15. April 2020

30 Millionen Euro für Familien aus dem Corona-Familienhärtefonds

Wien (OTS) - „Seit heute können Familien mit Kindern, die durch die Krise unverschuldet in Not geraten sind, Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragen“, so Familienministerin Christine Aschbacher. Ein Informationsblatt, die Richtlinien und das Antragsformular sind ab heute auf der Webseite des Familienministeriums unter bmafj.gv.at abrufbar.

Die Voraussetzungen im Überblick:

Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Österreich und hat zum Stichtag 28.02.2020 für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen. Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil, der am 28.02.2020 beschäftigt war, hat aufgrund der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren oder wurde in Corona-Kurzarbeit gemeldet. Für selbstständig Erwerbstätige gilt, dass mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt. Außerdem darf das aktuelle Einkommen der Familie eine bestimmte Grenze - gestaffelt nach Haushaltsgröße - nicht überschreiten.

Die Höhe der Zuwendung wird im Einzelfall geprüft und hängt von der Anzahl der Personen im gemeinsamen Haushalt und dem Alter der Kinder ab. Als Basis wird ein Familienfaktor errechnet: Faktor 1 für den Antragsteller, Faktor 0,6 für den zweiten Elternteil, Faktor 0,4 für alle Kinder unter 10 Jahren, Faktor 0,6 für alle Kinder zwischen 10 und 15 Jahren, Faktor 0,8 für alle Kinder über 15. Dieser Familienfaktor wird mit 300 multipliziert und ergibt die Zuwendung pro Monat für die jeweilige Familie. Die Obergrenze beträgt 1.200 Euro pro Familie und Monat. Da eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds für bis zu drei Monate möglich ist, bekommt eine Familie also maximal 3.600 Euro.

Zur Erläuterung ein Rechenbeispiel für eine Familie mit zwei Eltern und zwei Kindern im Alter von 8 und 12 Jahren. Der Vater hat 2.000 Euro netto verdient und wurde arbeitslos, die Mutter ist teilzeitbeschäftigt und verdient 800 Euro netto. Der Einkommensverlust beträgt 842 Euro pro Monat.

1. Der Familienfaktor wird berechnet: 1 + 0,6 + 0,4 + 0,6 = 2,6

2. Die Förderhöhe wird ermittelt: 300 Euro multipliziert mit 2,6 ergibt 780 Euro pro Monat.

3. Gedeckelt ist die mögliche Förderung mit dem bisherigen Einkommen und einem Höchstbetrag von 1.200 Euro pro Familie und Monat.

4. Die Förderhöhe der Familie ergibt in diesem Fall daher 780 Euro für drei Monate. Die Gesamtsumme beträgt damit 2.340 Euro.

„Wir wollen Familien in dieser schweren Zeit bestmöglich unterstützen. Unser Ziel ist daher eine unbürokratische Abwicklung“, so Familienministerin Aschbacher. Erste Auszahlungen werden bereits ab Anfang Mai erfolgen. Der Antrag kann per E-Mail an corona-hilfe@bmafj.gv.at eingebracht werden. Seit heute gibt es alle Informationen und ein entsprechendes Antragsformular auf der Webseite: www.bmafj.gv.at